23.01.2015

Landratsamt und Kreiskrankenhaus Erlangen-Höchstadt sind familienfreundliche Arbeitgeber

Bild: Geprüft und für gut befunden: Im Juli hat Landrat Alexander Tritthart (vorne 2.v.l.) im Beisein von Auditorin Brigitte Waffenschmidt (vorne l.), der Familienbeauftragten Katja Engelbrecht-Adler, dem kaufmännischen Leiter des Kreiskrankenhauses, Albe

Geprüft und für gut befunden: Im Juli hat Landrat Alexander Tritthart (vorne 2.v.l.) im Beisein von Auditorin Brigitte Waffenschmidt (vorne l.), der Familienbeauftragten Katja Engelbrecht-Adler, dem kaufmännischen Leiter des Kreiskrankenhauses, Albert Pri

Zertifikat von audit berufundfamilie gGmbH erhalten.

Sie haben es jetzt schwarz auf weiß: Das Landratsamt Erlangen-Höchstadt und das Kreiskrankenhaus St. Anna in Höchstadt sind zertifizierte „familien- und lebensphasenorientierte Arbeitgeber“. Das hat das Audit der berufundfamilie gGmH aus Frankfurt am Main ergeben. Das Landratsamt Erlangen-Höchstadt ist damit das siebte Landratsamt in ganz Deutschland, welches dieses Zertifikat erhält. 

Attraktiver Arbeitgeber sein

Im Landkreis mit gutem Beispiel voranzugehen und weiterhin attraktive Arbeitgeber zu sein, sind die Gründe der beiden Häuser mit ihren insgesamt 622 Beschäftigten dafür, sich zertifizieren zu lassen. „Bei der Akquise von Fachkräften stehen wir im Wettbewerb mit der Wirtschaft und anderen Verwaltungen“, konstatierte Landrat Alexander Tritthart auf der Personalversammlung im Amt. Familienbewusste Personalpolitik unterstütze Mütter und Väter mit einer Palette attraktiver Angebote, wie Teilzeitmodellen, flexiblen Arbeitszeiten und weiteren Unterstützungsangeboten dabei, Familie und Beruf zu vereinen. Zudem helfe sie, Beschäftigte zu gewinnen und auf Dauer zu binden.

Zielvereinbarungen innerhalb von drei Jahren umsetzen

„Mit flexibler Arbeitszeit und der Möglichkeit, auch zu Hause zu arbeiten, kann ich mein Berufsleben optimal mit den Anforderungen meiner Familie und der Erziehung meiner Kinder verbinden“, sagt die Projektleiterin und Familienbeauftragte des Landkreises, Katja Engelbrecht-Adler. Sie ist überzeugt, dass ein Zugewinn an Zeitsouveränität den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hilft, besonders in bestimmten Lebensphasen, wie bei der Kindererziehung oder der Pflege von Angehörigen, die Anforderungen zu meistern. „Bei jeder Person hat die Familie unterschiedliche Bedürfnisse: Der eine pflegt die kranke Mutter, beim anderen schließt der Kindergarten früher. Nur bei guter Organisation bekommt man das alles unter einen Hut, denn die Patientenversorgung muss natürlich trotzdem bei allem im Vordergrund stehen“, betont auch Albert Prickarz, kaufmännischer Leiter des Kreiskrankenhauses. Krankenhaus und Amt verpflichten sich, innerhalb der nächsten drei Jahre festgelegte Zielvereinbarungen umzusetzen. Diese bauen auf bereits bestehenden Angeboten auf und fördern eine familienbewusste Führungskultur. Die berufundfamilie gGmbH unterstützt Amt und Krankenhaus dabei, betreut sie fachlich und bewertet die Ergebnisse nach drei Jahren.

Standortfaktor Familienfreundlichkeit

Für Landrat Alexander Tritthart hört familien- und lebensphasenorientierte Personalpolitik bei Amt und Kreiskrankenhaus nicht auf. „Verbunden mit einer Willkommenskultur im Landkreis und idealen Rahmenbedingungen, wie Kinderbetreuung, Wohnraum oder Mobilität, ergibt sich daraus für Familien ein attraktives Gesamtpaket. Das ist wichtig, denn Familienfreundlichkeit ist längst zu einem wichtigen Standortfaktor geworden“, sagt er.

Insgesamt haben bisher 1020 Organisationen und Unternehmen in Deutschland die Zertifizierung „familien- und lebensphasenorientierte Arbeitgeber“ erhalten. Neben dem Landratsamt Erlangen-Höchstadt haben auch die Landratsämter in München, Coburg, Alb-Donau-Kreis, Augsburgs, Karlsruhe, Rhein-Neckar-Kreis die Auszeichnung bereits erhalten.